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Vom südlichsten Punkt des italienischen Festlandes ist Sizilien nur durch die schmale Straße von Messina getrennt. Die Region umfaßt neben der größten Insel Italiens und des Mittelmeers auch die Gruppen der Ägadischen, Äolischen, Pegalischen Inseln und Ustica und Pantelleria. Die 1039 km lange Küste präsentiert sich im Norden zerklüftet, im Osten zur Straße von Messina hin fast gradlinig und wird nur vom Golf von Catania unterbrochen, in dessen Hinterland sich eine weite Ebene öffnet. Dann wird die Küste wieder zerklüftet, reich an Buchten und kleinen Halbinseln. Im Süden verläuft sie wieder gleichmässiger mit einer einzigen Einbuchtung bei Gela. 4 Fünftel der Insel sind hügelig oder bergig, den Rest bilden Ebenen. Die einzige wirkliche Bergkette liegt im Norden der Insel. Aus der Landschaft ragt bei Catania das grandiose Massiv des Ätnas hervor, andere aktive Vulkane befinden sich auf den kleineren Inseln um Sizilien herum. Im Landesinneren wird die Landwirtschaft noch extensiv betrieben und zum großen Teil als Großgrundbesitz organisiert. Hier findet man den Getreideanbau. An den Küstenstreifen reihen sich die Zitrusplantagen aneinander. Auch im Olivenanbau spielt Sizilien eine wichtige Rolle. Der Weinbau hat seine wichtigsten Zentren im westlichen Teil der Insel, obwohl auch z.B. die Gebiete um den Etna, Vittoria und Agrigento allmählich bekannter werden. Sizilien liegt mit Apulien mengenmäßig an der Spitze der italienischen Weinbauregionen. Aber auch qualitativ hat sich in den letzten Jahre eine enorme Entwicklung vollzogen durch eine systematische Erforschung der einheimischen Rebsorten wie Inzolia, Grillo, Cattarratto, Grecanico bei den weißen Trauben und Nerello Mascalese, Periccone usw. bei den roten Sorten. Die Anbaugebiete für Weine mit Ursprungsangabe wurden im Zuge der Neuordnung durch das Gesetz 164/92 erweitert und so ist auch der Anteil der Qualitätsweine stetig gewachsen. Bekanntester Wein der Insel ist zweifelsohne der Marsala, der sich ebensogut als Aperitif wie als Dessertwein eignet. |