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Sardinien ist die zweitgrößte Insel des Mittelmeers und Italiens. Aufgrund ihrer geographischen Lage und ihres kulturellen Hintergrunds unterscheidet sie sich sehr vom italienischen Festland. Aus der sardischen Kultur der Bronzezeit sind z.B. bis heute die "nuraghi" erhalten geblieben, deren Bedeutung immer noch nicht entschlüsselt ist. Wie Korsika existierte die Insel schon vor Entstehung der Alpen des Apennins im Mittelmeer. Die Täler der Flüsse Tirso, Flumendos und Oliena begrenzen das Massiv des Gennargentu im Zentrum der Insel, das das höchste, wildeste und eindrucksvollste Sardiniens ist. Die heutige Ökonomie der Insel basiert auf Tourismus und Agrarwirtschaft. Wichtige Anbaukulturen sind Oliven, Gemüse und Wein, obwohl die Anbaufläche im Zuge der Rodungen stark zurückgegangen ist und zwar von 68.000 ha in 1989 auf knapp 44.000 ha in 1996. Weitere Bedeutung haben der Anbau von Artischocken, Mandeln, Südfrüchten, Tabak. Kork produzieren in großen Mengen die Korkeichen der Gallura. Ebenfalls aus der Gallura stammt der einzige DOCG-Wein der Insel, der Vermentino di Gallura. Die Tendenz der letzten Jahre zu leichten, frischen und delikaten Weißweinen hat den Vermentino-Weinen der Insel zu einem neuen Aufschwung verholfen, gelten sie doch als ideale Sommerweine. Die bekannteste Rotweinrebe Sardiniens ist zweifelsfrei Cannonau, wie auch Moncia und Girò eigentlich spanischen Ursprungs sind und irgendwann zwischen dem 15. und 18. Jh. nach Sardinien gebracht wurden. |