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Fast in der Mitte des Alpenbogens ist die Lombardei zu finden. Diese günstige geografische Lage und der Po, der sie auf der ganzen Länge durchquert, haben aus der Region einen Knotenpunkt für Handel und Industrie gemacht, wobei die Wasserkraft der Flüsse und Alpenbäche dank ihrer Energie besonders wichtig sind für die regionale Wirtschaft. Die ökonomische Basis der Lombardei bildet die Industrie, aber auch der Produktion von industriell verarbeiteten Agrarprodukten kommt eine gewisse Bedeutung zu. In der Lombardei haben sich drei Haupt-Weinbauzentren ausgebildet: die Valtellina (Veltlin) im Norden in der Provinz Sondrio, das Oltrepò Pavese im Südwesten in der Provinz Pavia und das Franciacorta-Gebiet in den Hügeln der Provinz Brescia. Valtellina ist das weite Tal der Adda, wo die Weinberge an den sonnenbeschienenen Hängen in winzige Parzellen und Terrassen zerstückelt sind. Hier ist eine der wenigen Gegenden außerhalb des Piemont, wo die lokal Chiavennasca genannte Nebbiolo-Traube gedeiht und große Weine hervorbringt. Im Oltrepò Pavese an der Grenze zum Piemont, einem Hügelgebiet mit außergewöhnlicher Produktionskapazität und besonderer Eignung für feine Weißweine, die die Basis für große italienische Schaumweine bilden. Das Franciacorta-Gebiet im Südosten des Iseo-Sees erlangte Weltruhm durch den Anbau der Pinot-Sorten und des Chardonnays und die daraus erzeugten hochfeinen Schaumweine nach der klassischen Methode der Flaschengärung. |